Kriminalitätsstatistik für 2017
Deutlich mehr Räder geklaut

Dülmen. Weniger Einbrüche, mehr Fahrraddiebstähle, dazu ein leichter Rückgang bei der Gewaltkriminalität - all das geht aus der Kriminalitätsstatistik für 2017 hervor, die die Polizei am Mittwoch für Dülmen vorgelegt hat. Insgesamt nahm sie 3016 Straftaten auf, das sind 276 weniger als im Vorjahr. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl (Delikte pro 100.000 Einwohner) sank von 7062 auf 6483. Damit liegt Dülmen zwar über dem Kreisschnitt von 5421, aber auch deutlich unterm NRW-Durchschnitt (7667).

Mittwoch, 07.03.2018, 19:09 Uhr

Symbolbild
Symbolbild Foto: dpa

Wie im Vorjahr registrierte die Polizei 2017 vier Straftaten gegen das Leben. In diese Kategorie fallen, so eine Sprecherin, häufig auch Delikte, bei denen es später um eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung geht. Hier erzielte die Polizei eine Aufklärungsquote von 100 Prozent.

Auch die zehn Vergewaltigungen (Vorjahr: fünf) konnten allesamt aufgeklärt werden. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (2017 waren es 37, im Vorjahr 27) gab es eine Aufklärungsquote von knapp 92 Prozent. Im Bereich der Gewaltkriminalität konnte die Polizei insgesamt 80,9 Prozent der Fälle aufklären (Vorjahr: 88,9 Prozent), bei Körperverletzungen - hier gab es mit 250 Fällen 41 weniger als noch 2016 - liegt sie sogar bei 90,0 Prozent.

Deutlich weniger häufig aufgeklärt wurden Diebstähle. Hier wurden zwar 1265 und damit 152 Fälle weniger als im Vorjahr registriert, aber immer noch machen Diebstähle den Großteil der Straftaten aus. Dabei konnte die Polizei nur 19,4 Prozent der Delikte aufklären, im Vorjahr waren es noch 26,8 Prozent. Bei Fahrraddiebstählen (468 Fälle, ein Plus von 93) lag die Aufklärungsquote sogar nur bei 8,3 Prozent. Noch schlechter sieht es bei Diebstählen aus Fahrzeugen aus, hier konnten von 121 Fällen (2016: 209) nur vier aufgeklärt werden (3,3 Prozent).

Deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Wohnungseinbrüche (86 Fälle, 50 weniger als 2016). Allerdings ging die Aufklärungsquote von 31,6 auf 17,4 Prozent zurück. Abgenommen hat auch die Zahl der Sachbeschädigungen, sie sank von 445 auf 335 Fälle. Fast verdoppelt haben sich hingegen die Rauschgiftdelikte, von 54 auf 100.

(Weitere Berichterstattung zum Thema in der Donnerstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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