Schwierige Wohnungssuche für junge Männer
Anrufe sind schnell beendet

Dülmen. Wenn Silvia Niehaus und das Team des Sozialpädagogisch Betreuten Wohnens der Kiwo-Jugendhilfe mit potenziellen Vermietern sprechen, sind die Telefonate oft schnell beendet. „Wenn ich erzähle, dass ich die Wohnung für einen jungen Mann suche, ist das Thema meistens schon erledigt“, berichtet Niehaus von ihren Erfahrungen. Die üblichen Klischees kommen dann zum Vorschein. Junge Männer seien laut, unordentlich und würden viele Partys feiern. „Dabei können wir das Gegenteil bestätigen“, berichtet Niehaus.

Montag, 05.03.2018, 18:45 Uhr

Schwierige Wohnungssuche für junge Männer: Anrufe sind schnell beendet
Hoffen auf ihre Chance auf dem Wohnungsmarkt: Mustafa (l.) und Ali sind bei der Kiwo-Jugendhilfe auf ein selbstständiges Leben vorbereitet worden. Foto: Hülsheger

Denn beim Sozialpädagogisch Betreuten Wohnen werden die jungen Menschen auf ein selbstständiges Leben vorbereitet. „Montags ist Putztag, da werden die Gemeinschaftsräume, aber auch die Zimmer der Jugendlichen aufgeräumt“, erläutert Niehaus. In der Wohneinheit an der Borkener Straße lernen die Jugendlichen kochen, waschen und putzen. „Die jungen Menschen werden hier verselbstständigt“, erklärt Niehaus das Prinzip. Doch nicht nur das Leben in einer eigenen Wohnung ist Thema. Auch der Umgang mit Geld wird den Jugendlichen beigebracht.

Und wenn die jungen Männer und Frauen dann in ihre eigenen vier Wände gezogen sind, ist die Unterstützung nicht vorbei. Sie werden weiter betreut und können sich mit Fragen an das Team wenden, ergänzt Christoph Gemmer.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Dienstag.

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