Dülmener Delegation berichtet
„Paul“ in Andheri angekommen

Dülmen. Der blaue „Paul“, ein effektives Filtersystem für sauberes Trinkwasser, hat sein Ziel erreicht. Zusammen mit einer 13-köpfigen Delegation unter Leitung von Bernd Schmitz, Vorsitzender der Andheri Kinder- und Leprahilfe Dülmen, flog es von Düsseldorf über Dubai nach Mumbai/Andheri in Indien. Dort überreichten die Besucher aus Deutschland das System gemeinsam mit weiteren Sachspenden für die Versorgung bedürftiger Menschen an Schwester Stella, Generaloberin der Helpers of Mary.

Dienstag, 27.02.2018, 17:55 Uhr

Dülmener Delegation berichtet: „Paul“ in Andheri angekommen
Den blauen „Paul“, ein System zur Trinkwasseraufbereitung, sowie weitere Präsente überreichte die 13-köpfige Delegation aus Dülmen in Indien an Generaloberin Schwester Stella vom Orden der Helpers of Mary. Foto: privat

Das Filtersystem wird in Zukunft im größten Slum Mumbais, Dharavi, in Betrieb genommen und auf unkomplizierte Weise sauberes Trinkwasser aufbereiten. So soll der oft schwierige Alltag der Slumbewohner etwas erleichtert werden, besonders nach der Krise durch den starken Monsunregen im vergangenen August.

Die Spuren dieser Flutkatastrophe sah die Gruppe dann bei einem Besuch in einem Teilbereich des Slums. „Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht überall abgeschlossen und stehen auch in den Räumlichkeiten der Schwestern, die zur Unterstützung der Frauen und Kinder in den Slums direkt dort leben, erst vor der endgültigen Fertigstellung, sodass wir einen Eindruck vom großen Ausmaß der Wassermassen erhielten“, heißt es im Reisebericht. Auch drei weitere Sozialstationen der Marys in Andheri besuchten die Dülmener. Überall habe man sich „über den herzlichen und stimmgewaltigen Empfang durch die vielen Kinder und Schwestern“ sehr gefreut.

Mit sehr nachhaltigen Eindrücken aus Mumbai ging die Reise dann weiter Richtung Cochin in Südindien. Zusammen mit ihrem Reiseleiter besuchte die Gruppe verschiedene Orte und Sehenswürdigkeiten im Bundesstaat Kerala und lernte dabei die indische Lebenskultur näher kennen. Ebenso wurde Madurai, eine der ältesten Städte Indiens, besucht, zudem stand eine Tour mit einer traditionellen Reis-Barke über das weitverzweigte Wassernetz bei Kumarakom auf dem Programm.

In Alleppey und Alappuzha bei Kumarakom gab es wieder ein Treffen mit Schwestern der Helpers of Mary und damit Einblicke in weitere Betätigungsfelder des Ordens. „Wir besichtigten hier ein ganz neues Altenhilfezentrum, gebaut mit Spendengeldern der Indien-Hilfe Köln, das in wenigen Tagen eröffnet werden sollte, sowie eine Sozialstation, in der die Schwestern jungen Frauen Hilfe zur Selbsthilfe in Form von Näh- und Computerkursen geben“, so der Reisebericht.

Bevor es zurück ins winterlich-kalte Deutschland ging, standen noch drei Tage in einer Hotelanlage am Meer an.

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