Berliner Mauer für Dülmen
Zweimal Geschichte zum Anfassen

Dülmen. Zwei Originalstücke aus der Berliner Mauer werden bald in Dülmen an die Teilung Deutschlands erinnern. Ob in Form einer Schenkung oder einer Dauerleihgabe ist noch offen, fest steht aber, dass Philipp Scharbert von den Lackaffen die beiden 3,60 Meter hohen und 2720 Kilo schweren Betonstücke der Stadt überlassen wird. Scharbert erläuterte im Kulturausschuss sein Projekt und nahm neben Anregungen der Ausschussmitglieder auch den Dank von Bürgermeisterin Lisa Stremlau und Merfelds Ortsvorsteher entgegen.

Freitag, 23.02.2018, 18:30 Uhr

Berliner Mauer für Dülmen: Zweimal Geschichte zum Anfassen
Zwei gestalte Original-Mauerstücke sollen bald in Dülmen und Merfeld an die deutsche Teilung erinnern. Foto: privat

Scharbert ist in Merfeld aufgewachsen und will eines der Mauerstücke, das er über Kontakte in Bernau erstanden hat, im Dülmener Ortsteil aufstellen. Hier scheint der von-Galen-Park für alle Beteiligten der beste Standort zu sein. Noch nicht einig ist man sich allerdings, an welchem Ort in Dülmen das zweite Mahnmal aufgestellt werden soll, das auch daran erinnern soll, dass Grenzen friedlich überwunden werden können. „Ich habe mir die vorgeschlagenen Standorte angesehen. Der Fehrbelliner Platz hat zwar einen besonderen Bezug zu Dülmen, aber er hat eher einen Parkplatzcharakter“, so Scharbert. Vorgeschlagen wurden im Ausschuss als mögliche Standorte die Grünfläche an der Hermann-Leeser-Schule oder ein Platz in der Nähe von Rathaus und IGZ.

Schenker Scharbert hatte in der Sitzung noch einmal deutlich gemacht, dass er selbst oder ein Mitglied aus seinem Lackaffen-Team die Gestaltung der beiden Mauerteile übernehmen wolle. Dennoch zeigte er sich durchaus offen für die Vorschläge von Manuela Pross und Gabriele Sondermann (beide CDU), die sich eine Beteiligung von Jugendlichen bei der Gestaltung wünschten. „Ich kann gerne zu einem Brainstorming oder Workshop in die Neue Spinnerei kommen.“ Erhard Alex (SPD) wünschte sich ein ähnliches Graffiti wie zu realen Mauerzeiten.

Klaus Ricker (Fachbereichsleiter Bildung bei der Stadt Dülmen) regte einen offenen Beteiligungsprozess an. „Ähnlich wie wir es bei der Skateanlage praktiziert haben. Die Ergebnisse könnten wir dann in der Kulturausschusssitzung am 22. Mai präsentieren.“

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Samstag.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5546594?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819647%2F
Nachrichten-Ticker