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Do., 15.02.2018

Oberverwaltungsgericht gegen Aphrodite Bürogebäude ist kein Bordell

Oberverwaltungsgericht gegen Aphrodite: Bürogebäude ist kein Bordell

Vor dem Oberverwaltungsgericht haben die Anwohner des Clubs Aphrodite jetzt einen ersten Erfolg verbucht. Foto: mm

Dülmen. Befasst hat sich jetzt das Oberverwaltungsgericht in Münster mit dem Streit um den Club Aphrodite am Ostdamm. Die drei Richter des siebten Senats entschieden jedoch anders als noch im September 2017 das Verwaltungsgericht. Dieses hatte die Eilanträge der Anwohner zurückgewiesen, die eine Schließung des Bordellbetriebs bis zur endgültigen Entscheidung in der Sache verlangt hatten.

Von Hans-Martin Stief

„Durch den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts darf die Nutzungsänderung nicht vollzogen werden“, so Pressedezernent Dr. Ulrich Lau. Anders als die erstinstanzliche Entscheidung hat der Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes aufschiebende Wirkung, sodass bis zur Entscheidung in der Sache eine Nutzungsänderung vom Bürogebäude hin zu einem Bordell unzulässig ist.

Die Münsteraner Richter sehen durch die im Juni 2017 erteilte Baugenehmigung für den Bordellbetrieb die Nachbarrechte der klagenden Anwohner verletzt. Für das Oberverwaltungsgericht liegt ein Verstoß gegen das Rücksichtnahmegebot schon deshalb nahe, „weil sich nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes für Bordellbetriebe im Hinblick auf die mit ihnen typischerweise verbundenen Begleiterscheinungen eher Standorte eignen, die nicht in der Nachbarschaft von Wohnungen und allenfalls am Rand des Blickfeldes und der Treffpunkte einer größeren und allgemeinen Öffentlichkeit liegen.“

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Freitag.

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