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Do., 15.02.2018

Als Gemeinschaftsschule in den Schulverbund Merfelder Eltern entscheiden

Als Gemeinschaftsschule in den Schulverbund: Merfelder Eltern entscheiden

Die Situation in der Merfeld ist ernst, aber nicht hoffnungslos: Eltern informierten sich über die Möglichkeit, den Schulstandort Merfeld zu erhalten. Foto: Claudia Marcy

Merfeld. Mindestens 49 Merfelder Eltern müssen ja sagen zur Umwandlung der katholischen Kardinal-von-Galen-Grundschule in eine Gemeinschaftsschule. Dann ist der erste Schritt getan, um die Grundschule in Merfeld zu erhalten. Wird diese Zahl nicht erreicht, „dann wird die Schule aufgelöst“, fand Bürgermeisterin Lisa Stremlau klare Worte auf dem Info-Abend in der Schulaula am Mittwoch.

Von Claudia Marcy

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos, das erfuhren die rund 50 Eltern, die zu der Veranstaltung gekommen waren.

Ernst, weil die Gesamtschülerzahl an der Grundschule bereits im nächsten Schuljahr unter die gesetzlich festgesetzte Untergrenze von 92 fällt und dann weiter kräftig absinkt, wie Ralf Frerick, Abteilungsleiter Schule in der Stadtverwaltung, erläuterte. Allein durch Zuzüge junger Eltern mit Grundschulkindern in die neuen Baugebiete könne die Lücke so schnell nicht geschlossen werden, machte Dr. Walburga Henry vom Schulamt im Kreis Coesfeld zudem deutlich, dass bei den vorliegenden Zahlen eine „zeitnahe“ Schließung wahrscheinlich sei.

Die Rettung kann ein Grundschulverbund mit der Dülmener Paul-Gerhardt-Schule sein, da dann die Gesamtschülerzahl beider Schulen für Merfeld zählt. Britta Sawicki, Konrektorin der Dülmener Schule, leitet seit 2016 kommissarisch die Kardinal-von-Galen-Schule. Allerdings können eine evangelische und eine katholische Bekenntnisschule keinen Grundschulverbund eingehen, fasste eine Zuhörerin die Problematik zusammen.

Der Weg zum Schulverbund führt damit über die Umwandlung der katholischen Bekenntnis- in eine Gemeinschaftsschule zum neuen Schuljahr. Dazu braucht es die Zustimmung der Eltern der Merfelder Schulkinder, die deshalb in rund zwei Wochen Post von der Stadt mit Info und Stimmzettel erhalten.

Ortsvorsteher Helmut Temming betonte, dass der Name der Kardinal-von-Galen-Schule im Verbund erhalten bliebe. „Das ist wichtig für die Identität des Ortes.“

Barbara Bader, im Bistum Münster für den katholischen Schulunterricht zuständig und seit einem Jahr in die Gespräche eingebunden, warb für den Wechsel: „Das, was den katholischen Schulstandort Merfeld ausmacht, soll erhalten bleiben“, sagte sie.

Ausführliche Berichterstattung in der Freitagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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