So., 11.02.2018

Lokalpolitik aufs Korn genommen Allwetterzoo und Frauenquote

Lokalpolitik aufs Korn genommen: Allwetterzoo und Frauenquote

Das Publkum ging begeistert mit bei dem karnevalistischen Programm. Foto: Stefan Bücker

Dülmen. Mit Vollgas starteten die Kolpingfamilie und der MGV Sängerbund am Samstag ihre traditionelle K+S-Karnevalssitzung. Sitzungspräsident Andreas Hülsmann präsentierte mit humorvollen Einlagen garniert einen gelungenen Mix aus Tanz, Musikeinlagen, Show und Büttenreden, der die begeisterten Gäste in einem gut besetzten Saal im Kolpinghaus von der ersten Minute an mitriss.

Von Stefan Bücker

Dazu trugen zunächst der Kolping Spielmannszug und dann die Kolping Tanzgarde bei, die es  mit Bravour und viel Schwung schafften, den Saal in ausgelassene Stimmung zu bringen.
Zur Freude der Besucher war den jungen Tänzerinnen am späteren Abend ein zweites Mal die Bühne bereitet, um im Skianzug ausgelassen tanzend Après-Ski zu feiern. Ihre ganze Freude am Tanz vermittelten auch die Diamond Beats der Tanzfreunde Dülmen bei Hip-Hop- und Dancefloor-Darbietungen.

Ideenreich kostümiert inszenierten die Damen der Kolpingfamilie alte Schlager und Seemannslieder von Heino über Hans Albers bis zu Santiano und versetzten die Karnevalisten mit dem knallroten Gummiboot und der einzupackenden Badehose in die Stimmungswelten der 60er- und 70er-Jahre.

Mit einem rhythmischen Becherspiel demonstrierten die Damen vom Spielmannszug, was im Falle einer Vernachlässigung durch das Bier bringende Servicepersonal zu tun ist.

Für Lacher sorgen  die Büttenredner: „Anna und August“,  Hans-Willi Heeringa sowie  Mechthild Neuhaus-Overbeck mit ihrem Affen Ricky. „Make Dülmen great“ war ihr Credo hinsichtlich der vielen städtischen Vorhaben, bei dem ihr der Therapieaffe mit „Fake News“ protestierend ins Wort fiel. Sie verstand es prächtig, den Affen im Dialog für hintergründige Kommentare einzusetzen. So fragte dieser, ob es sich bei dem IGZ um einen „Integrativen Zoo“ oder einen „Allwetterzoo“ handele. Weder das eine noch das andere sei richtig, so die Ärztin, es sei ohnehin nicht genug Geld für ein komplettes Dach da.
Als „Mann vom Lande“ stellte sich Hiddingsels Ortsvorsteher Hendrik Clodius in die Bütt. Es war seine Premiere - und die war gelungen. Pointenreich, mit viel Witz und großer Ironie blickte er auf ein politisches Jahr zurück, in dem er in seinem Vortrag keine Partei – auch nicht die eigene - ausließ.
So beschrieb er die Bundes-SPD als ein politisches Downprojekt und empfahl Gegenkandidaten von Bürgermeisterin Lisa Stremlau eine Geschlechtsumwandlung, habe diese doch als starke Frau schon zwei Männer abgefrühstückt.

Ausführliche Berichterstattung über die Karnevalssitzung in der Montagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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