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Di., 16.01.2018

40 neue Fenster zerstört Angriff aufs Militär-Krankenhaus

40 neue Fenster zerstört: Angriff aufs Militär-Krankenhaus

40 Fenster haben Unbekannte gezielt beschossen. Cord Ole Scharrelmann bleibt auf dem Schaden sitzen. Foto: Michalak

Dülmen. Cord Ole Scharrelmann hat das ehemalige Militär-Krankenhaus in der Barbara-Kaserne erworben, und ist seit knapp einem Jahr dabei, das Gebäude zu sanieren. „Ich weiß selbst noch gar nicht, was hier genau entstehen soll“, erklärt der Dülmener Investor.

Von Markus Michalak

Ein Bürogebäude für Startup-Unternehmen könnte er sich vorstellen, an der Rezeption des ehemaligen Krankenhauses könnten sich die Besucher dann orientieren. Vielleicht hält aber auch ein Hotel hier Einzug. Genügend Platz für Küche, Veranstaltungsraum und Gästezimmer ist in dem rund 1600 Quadratmeter großen Gebäude vorhanden. Das ehemalige Kasernenhospital ist noch in vergleichsweise gutem Zustand, in der Nähe zum Fitness-Center Trident und zu einer Schreinerei ließe sich was daraus machen. Um möglichen Interessenten das Objekt vorzuführen, konzentriert sich Scharrelmann bei der Sanierung zunächst auf einen Trakt von etwa 80 Quadratmetern.

Seit dem Wochenende haben die Umbaupläne allerdings einen herben Dämpfer bekommen. „Ich habe meinen Augen kaum getraut, aber alle 40 Fenster, die ich gerade erst neu eingebaut hatte, sind mit Stahlkugeln beschossen und zerstört worden.“ Auf rund 15.000 Euro schätzt die Kriminalpolizei den Schaden, versichert ist Scharrelmann nicht dagegen.

Was besonders erstaunt: Die Unbekannten müssen systematisch um das Gebäude herumgeschlichen sein, und Scheibe für Scheibe ganz gezielt beschossen haben. Nach einer Spontantat sieht das nicht aus. „Wir müssen bei dieser Tat auch davon ausgehen, dass es möglicherweise jemanden gibt, der persönlichen Groll gegen den Eigentümer des Gebäudes hegt“, hält auch Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding diese gezielte Vorgehensweise für sehr ungewöhnlich.

Eine Chance, die unbekannten Täter zu ermitteln, sieht die Polizei in der Belohnung, die Scharrelmann für Hinweise ausgesetzt hat, die zur Ergreifung der Täter führen. „Ich werde denjenigen, der mithilft, die Täter zu fassen, mit 1000 Euro belohnen“, verspricht Scharrelmann. „In der Vergangenheit konnte eine Belohnung die Polizeiarbeit häufig wirkungsvoll unterstützen“, versichert Werenbeck-Ueding.

Hinweise nimmt die Polizei in Dülmen unter der Rufnummer 02594/7930 entgegen.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Mittwoch.

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