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Mo., 01.01.2018

Das 21. Dülmener Silvesterkonzert wagte sich an ein reines Barock-Programm Mit Streichern und Trompete

Das 21. Dülmener Silvesterkonzert wagte sich an ein reines Barock-Programm: Mit Streichern und Trompete

Einen mitreißenden Auftritt bot Trompeten-Solist Simon Höfele beim Silvesterkonzert am Sonntagabend. Foto: Kerstan

Dülmen. „In diesem Jahr wird es ein besonders Konzert geben.“ Das versprach Dr. Wolfgang Werner, Vorsitzender des Fördervereins für Kunst und Kultur, den Besuchern des Dülmener Silvesterkonzertes gleich zu Beginn. Und damit lag er in mehrfacher Hinsicht richtig: Vom ungewöhnlichen Programm mit Weihnachtskonzerten bis zum Umstand, dass das Orchester seine (erste) Zugabe noch vor dem letzten Stück spielte - die 21. Auflage der Traditionsveranstaltung bot tatsächlich einige Besonderheiten.

Von Kristina Kerstan

„Erstmals wagen wir es, nur Musik aus einer Epoche zu präsentieren“, berichtete Werner in seiner Einführung. So lag der Fokus diesmal ganz auf der Barockzeit. Sechs Werke ausschließlich italienischer Komponisten standen auf dem Programm der Neuen Philharmonie Westfalen, die der Vorsitzende als „fast schon vertraute Gäste“ begrüßte. Wie Werner später verriet, hatte er angesichts der Stücke-Auswahl im Vorfeld „ein bisschen Bauchschmerzen“, wie diese Art der Musik bei den Zuhörern ankommen werde. Diese Sorgen dürften jedoch schnell verflogen sein.

Dafür sorgte auch Dirigent und Moderator Samuel Bächli. Er führte nicht nur sehr souverän die Musiker (ausschließlich die Streicher des Orchesters waren diesmal nach Dülmen gekommen) und übernahm selbst den Cembalo-Part, sondern erläuterte er auch höchst informativ und gespickt mit einer guten Prise Humor das Programm.

So erläuterte er die Besonderheiten eines „Concerto grosso“ und dessen typische Solistenbesetzung oder berichtete, welche Herausforderungen 300 Jahre alte Barockmusik für heutige Trompeter darstellen. Denn damals kannte man nur die Naturtrompete, die Ventil-Variante des Instruments wurde erst um 1800 erfunden. Weshalb die beiden Trompetenstücke des Abends, Konzerte von Tomaso Albinoni und Alessandro Marcello, eigentlich als Stücke für die Oboe geschrieben worden waren.

Das hätte wohl keiner geahnt, der im Anschluss den Auftritt von Simon Höfele verfolgte. Der Solist bot mit seiner Piccolo-Trompete eine mitreißende Darbietung, mal spielerisch-leicht, mal seufzend-melancholisch.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag, Print und E-Paper.

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