Mo., 25.12.2017

Verlust zweier Pferde lässt den Reitverein Buldern enger zusammenrücken Eine Narbe bleibt

Verlust zweier Pferde lässt den Reitverein Buldern enger zusammenrücken: Eine Narbe bleibt

Stute Fiene füllt seit Anfang Oktober die Lücke, die beim Reitverein Buldern durch den Tod von Aragon und Balu entstanden ist, berichtet Nadine Kugel. Foto: Kerstan

Buldern. Vor der Nikolaus-Feier hatte der Vorstand des Reitvereins Buldern debattiert: Soll der tragische Tod der Reitpferde Aragon und Balu an dem Nachmittag angesprochen werden? Ja oder Nein? Die Verantwortlichen haben sich für letzteres entschieden, wollten die Mitglieder einfach mal feiern lassen. „Ohne ein Aber“, wie es die Vorsitzende Nadine Kugel ausdrückt.

Von Kristina Kerstan

Gut vier Monate sind seit jenem Augustmorgen vergangenen, als die beiden Tiere tot auf der Weide gefunden wurden. Was genau die Panik auslöste, in deren Zuge sich die Pferde tödliche innere Verletzungen zuzogen, ist bis heute unklar. Die Ermittlungen wurden mittlerweile eingestellt. „Es bleibt leider ungeklärt“, sagt Kugel, ist aber in einem Punkt auch erleichtert: „Es sieht alles danach aus, dass hier niemand mutwillig oder zum Spaß die Pferde aufgeschreckt hat.“

Die 40-Jährige, seit drei Jahren an der Spitze des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Buldern, hat beim Rückblick auf die vergangenen Monate viel zu erzählen. „Ich glaube, dass der Verein, die Mitglieder, es überwunden haben.“ Die schwere Zeit habe zumindest einen positiven Effekt gehabt: „Wir sind im Leid enger zusammengerückt, dieser Zusammenhalt bleibt jetzt erhalten.“ So sei der Kontakt zwischen Reitern und Voltigierern deutlich intensiver geworden. Erstmals wurde bei der Nikolausfeier ein gemeinsames Programm gestaltet, bisher war immer eine Abteilung im Wechsel dafür zuständig. „Sobald heute einer sagt: Ich mache etwas, kommen Leute aus allen Ecken und Enden des Vereins.“

Der erfuhr nach dem Tod der beiden Pferde eine Welle der Hilfsbereitschaft. Viele Spenden erhielten die Bulderaner, darunter einen Scheck von den Nachbarn, dem Angelsportclub - und ein Versprechen: „Wir passen besser auf!“ Denn die Angler, so Kugel, seien oft auch abends und nachts am See. Ein weiteres Beispiel: Ein Reitverein, von dem sie noch nie etwas gehört hatte, schickte ebenfalls Geld. Auch die gut 300 Mitglieder selbst wurden aktiv, zuletzt mit einem Stand bei den Visbecker Lichtern. Dank der Unterstützung von vielen Seiten konnte mit Fiene ein neues Pferd angeschafft werden, komplett über Spenden finanziert.

Den gesamten Bericht finden Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag, Print und E-Paper.

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