Mo., 13.11.2017

Ein langer Tag für Einsatzkräfte und Altenheim-Bewohner Blindgänger entschärft - Sperrung aufgehoben

Ein langer Tag für Einsatzkräfte und Altenheim-Bewohner: Blindgänger entschärft - Sperrung aufgehoben

Horst Schöwe zeigt die erfolgreich entschärfte Bombe. Foto: Kerstan

Dülmen. Auf dem Gelände der Firma Trützschler wurde eine Fünf-Zentner-Bombe erfolgreich entschärft. Anwohner der gesperrten Straßen und Bewohner des Haus am Park können zurück in ihre Wohnungen.

Von Kristina Kerstan und Patrick Hülsheger

19.55 Uhr: Wir beenden den Live-Ticker. Ausführliche Infos zu Entschärfung und Evakuierung finden Sie in der DZ-Ausgabe von Dienstag, Print und E-Paper.

19.45 Uhr: „Wir hatten um 17.20 Uhr das Okay, die Entschärfung hat rund eine Stunde gedauert", berichtet Horst Schöwe, der mit zwei Kolleginnen die Bombe entschärfte. Das erfolgte aus der Ferne. So sei zuerst mittels einer Raketenklemme der Zünder entfernt worden. Den zündeten die Experten, während sie selbst einige Meter weiter in Deckung gegangen waren. Die Zündung sorgte für einen ersten hörbaren Knall. Danach entfernten die Kampfmittelbeseitiger den Detonator aus der Bombe. „Der wurde dann vor Ort gesprengt“, erläuterte Horst Schöwe - ein zweites Mal knallte es. Im Anschluss transportierten Schöwe und seine Kolleginnen die entschärfte Sprengbombe ab, sie wird zunächst in ein Zwischenlager gebracht.

18.20 Uhr: Die Bombe ist erfolgreich entschärft worden. Die Evakuierung wird

aufgehoben.

17.10 Uhr: Die Evakuierung ist abgeschlossen. Die Entschärfung des Blindgängers hat begonnen.

16.55 Uhr: Die Entschärfung der Bombe wird mittels einer Raketenklemme vorgenommen werden. Es werden dadurch ein bis zwei Knallgeräusche zu hören sein, teilt die Stadt mit.

16.33 Uhr: Die Evakuierung ist weitgehend abgeschlossen, teilt die Stadt mit. Zwei Drohnen sind derzeit in der Luft und überprüfen, ob noch Personen im Evakuierungsbereich unterwegs sind.

16.20 Uhr: Alle Zufahrtsstraßen sind gesperrt. Es werden nur noch Fahrzeuge hinaus gelassen. Eine Anlaufstelle für alle Evakuierten ist am Clemens-Brentano-Gymnasium eingerichtet.

16.05 Uhr: Die Evakuierung ist in vollem Gange. "Es läuft erstaunlich gut, die Leute waren gut vorbereitet", lobt Stadtsprecherin Nina Wischeloh. Die bettlägigen Bewohner aus dem Haus am Park, die bislang nicht evakuiert worden sind, werden in Einrichtungen nach Buldern und Hiddingsel gebracht.

15.40 Uhr: Rund 460 Personen sind von der Evakuierung betroffen. Straßensperrungen werden aufgestellt, unter anderem auf der Halterner Straße. Das Heilig-Geist-Stift liegt knapp außerhalb des 250-Meter-Radius. Hier müssen jedoch einige Personen innerhalb des Gebäudes verlegt werden, die gesamte Einrichtung muss jedoch nicht evakuiert werden. Zwei Drohnen werden mit Wärmebildkameras kontrollieren, ob das Gebiet komplett geräumt worden ist. Betroffene Anwohner, die nicht bei Freunden oder Familie unterkommen, können zum Schulzentrum kommen.

15.10 Uhr: Die Evakuierung hat nach Auskunft der Stadt Dülmen begonnen.

14.55 Uhr: Unter anderem nicht mehr von der Evakuierung betroffen sind die Randbereiche der Innenstadt und das Kaufhaus am Schlosspark. Das Tandü, im Kaufhaus am Schlosspark beheimatet, hat über Facebook bereits informiert, dass die Nachmittags-Kurse stattfinden.

14.45 Uhr: Folgende Straßen sind von der Evakuierung betroffen: Vorm Burgtor, Teile des Teutenrods und Kapellenwegs, der Straße An der Silberwiese und des Mühlenweges, Hüttenweg und Hüttendyk und das komplette Ferno-Center. Die Halterner Straße wird vom Mühlenweg stadtauswärts bis hinter dem Ferno-Center gesperrt.

14.40 Uhr: Im Radius von 250 Metern wird nun die Evakuierung eingeleitet. Damit kann schon einmal der Teil der Bevölkerung aufatmen, der bis zu 500 Meter von der Fundstelle entfernt lebt. Darunter fällt auch das Evangelische Altenhilfezentrum.

14.35 Uhr: Es ist eine Bombe! Es handelt sich um Fünf-Zentner Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Altenhilfeeinrichtung Haus am Park ist bereits am Vormittag vorsorglich evakuiert worden. Die rund 50 Heimbewohner, die noch gehen können oder im Rollstuhl sitzen, sind bereits im Schulzentrum.  Die acht Bewohner, die liegend transportiert werden müssen, werden in Altenhilfeeinrichtungen in Buldern und Hiddingsel betreut.

Die  Dülmener Feuerwehr, die wie das DRK steht mit zahlreichen Einsatzkräften parat.

Eine zentrale Anlaufstelle für alle Anwohner, die bei einer Evakuierung nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen könne, wird am Clemens-Brentano-Gymnasium eingerichtet. Die Schule bleibt daher heute geschlossen. Wer in den betroffenen Gebieten nicht in der Lage ist, seine Wohnung selber zu verlassen, kann sich heute ab 8 Uhr in der Feuerwache, Tel. 02594/12777, melden.

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