Fr., 20.10.2017

Ratsmehrheit spricht sich für Intergeneratives Zentrum aus Ein Haus für alle Generationen

Im Mai vergangenen Jahres versammelten sich Dülmener aller Altersstufen vor dem Rathaus zum IGZ-Gruppenfoto.

Im Mai vergangenen Jahres versammelten sich Dülmener aller Altersstufen vor dem Rathaus zum IGZ-Gruppenfoto. Foto: Marquardt

Dülmen. Wenn es um das Intergenerative Zentrum geht, dann kommen jede Menge Menschen zur Ratssitzung. Am Donnerstag war jedenfalls kein freier Stuhl mehr im Ratssaal zu ergattern.

Von Markus Michalak

Und das Publikum wurde von der Debatte nicht enttäuscht. Rainer Tönnis, dessen Fraktion Die Linke das IGZ von Anfang an wegen der vermeintlichen Verschmelzung von Kirche und Staat ablehnt, verstieg sich zu der Behauptung „Das IGZ höhlt die Demokratie aus“.

Die Linke forderte eine geheime Abstimmung über das weitere Bauprojekt IGZ, da es in Dülmen Ratsmitglieder gebe, die aufgrund ihrer Beschäftigung bei der Kirche nicht frei und unabhängig votieren könnten. Doch der Rat entschied sich für öffentliche Abstimmung. Willi Wessels, Fraktionschef der CDU und beim Bistum Münster beschäftigt, fühlte sich offenbar angesprochen, und versicherte, er habe das juristisch prüfen lassen, er sei nicht befangen.

Detlev Rathke (Grüne) vermisste eine Stellungnahme der Projektpartner zu den Kostensteigerungen, Stadtbaurat Clemens A. Leushacke versicherte, dass die Projektpartner weiterhin mit an Bord sind. „Andernfalls hätten wir Sie natürlich informiert.“ Unbeantwortet blieb die Frage, ob die Kirchengemeinde, welche die Kostensteigerung beim Glasdach nicht mehr mittragen wird, nun auch bei weiteren Kostensteigerungen der Stadt die Finanzierung überlassen wolle. Aufgrund der deutlichen Überschreitung der ursprünglich eingezogenen Kostenobergrenze stimmte Rathke gegen ein „Weiter so“.

Bürgermeisterin Lisa Stremlau gab sich gegenüber den Linken äußerst kampfeslustig: „Sie diffamieren hier die Vertreter der Kirche, das finde ich unerhört. Ihr Standpunkt gehört für mich ins tiefste Mittelalter.“

Mehr zum Thema bringt die Dülmener Zeitung am Samstag in Printausgabe und E-Paper.

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