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So., 10.09.2017

Berührende Ausstellung Schicksale hinter Fluchten

Berührende Ausstellung: Schicksale hinter Fluchten

Noch bis zum 29. September ist die Ausstellung „Schau mich an - Gesicht einer Flucht“ zu sehen, die am Freitagabend in der Alten Sparkasse eröffnet wurde. Foto: Bücker

Dülmen. Auf großes Interesse stieß die Eröffnung der Ausstellung „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“. Sie ruft auf bewegende Weise in Erinnerung, dass sich hinter dem Begriff „Flüchtlinge“ Menschen verbergen, die – egal aus welchem Grunde und aus welchem Land sie geflohen sind – ganz individuelle Persönlichkeiten mit einem ganz individuellen Schicksal sind. In ihrem Grußwort hob die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup die Bedeutung der von der Halteranerin Gerburgis Sommer initiierten Ausstellung hervor. Auf 20 großen Roll-Up-Bannern sind beispielhaft Einzelschicksale von Flüchtlingen und Vertriebenen unterschiedlichster Herkunftsländer dargestellt.

Von Stefan Bücker

Auch Vinzenz Mersmann unterstrich als Vertreter des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld die Individualität eines jeden einzelnen Flüchtlings. Er mahnte Menschlichkeit an und ging mit dem Verweis auf das Schicksal der Bootsflüchtlinge scharf mit der europäischen Politik ins Gericht. „Die europäische Abschottungspolitik ist menschenverachtend und unchristlich“, zitierte er den Münsteraner Weihbischof Stefan Zekorn. Mersmann sieht aber auch die Schwierigkeit des Spagats zwischen der Sicherung der Grenzen und der Menschlichkeit.

„Es ist sicher eine schwierige Lösung. Im Moment aber haben wir gar keine“, wirft er der Politik in der Behandlung der Problematik Untätigkeit vor.

In der Alten Sparkasse ist die erlebenswerte Ausstellung noch bis zum 29. September zu sehen.

Mehr zum Thema in der Printausgabe und dem E-Paper der DZ am Montag.

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