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Fr., 19.05.2017

Sekundarschule Bürger wollen mitentscheiden

Sekundarschule : Bürger wollen mitentscheiden

Jeden Tag finden sich neue Unterzeichner für das Bürgerbegehren. Die nötigen Stimmen werden zusammenkommen. Foto: Markus Michalak

Dülmen. Das Bürgerbegehren „Hauptsache Real bleiben!“, das nein zur geplanten Sekundarschule sagt, hat die nötige Anzahl der Unterschriften beinahe zusammen. Marén Ciliberto freut sich über den großen Zuspruch: „Es ist wirklich toll, wieviele Dülmener unseren Protest gegen die Zerschlagung von Haupt- und Realschule mittragen.“

Von Markus Michalak

Sie ist überzeugt: Sollte der Rat sich trotz des Bürgerbegehrens weiterhin für die Sekundarschule aussprechen, dann werden die Dülmener das Projekt eben an der Wahlurne beenden.

Das Ziel eines Bürgerentscheides ist deutlich höher gesteckt, als das des Bürgerbegehrens. Denn um die Sekundarschule gegen die politische Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zu verhindern, müssten 20 Prozent der wahlberechtigten Dülmener sich gegen die neue Schulform aussprechen. Das sind bei 38.435 Wahlberechtigten immerhin 7687 Stimmen. Die sich persönlich zur Wahlurne aufmachen müssten. Für das Bürgerbegehren, das den Stadtrat zwingt, sich noch einmal mit dem Thema zu befassen, waren hingegen nicht einmal 3000 Stimmen erforderlich. Die sind so gut wie eingesammelt.

„Es wäre aus unserer Sicht auch im Sinne einer demokratischen Lösung, wenn die Abstimmung über Dülmens weiterführende Schulen gemeinsam mit der Bundestagswahl im September durchgeführt würde“, ergänzt Christian Wohlgemuth von der FDP. Denn dann dürften nach seiner Schätzung 70 bis 80 Prozent der Wahlberechtigten ins Wahllokal kommen.

Die Stadt hatte bereits signalisiert: So viele logistische Vorteile gibt es für eine Zusammenlegung gar nicht. Denn der Bürgerentscheid müsste in eigenen Wahllokalen mit eigenen Wahlurnen und eigenen Wahlhelfern organisiert werden. Und so gesehen könnten durchaus auch Gründe gegen eine Zusammenlegung sprechen. Sollte der Bürgerentscheid Erfolg haben, wäre die Sekundarschule verhindert.

Ausführliche Berichterstattung in der Samstagsausgabe der DZ (Print und E-Paper).

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