Mo., 20.03.2017

Annika Koch über ihre Arbeit im Stadtteil Haverland Quartier der frischen Ideen

Annika Koch über ihre Arbeit im Stadtteil Haverland : Quartier der frischen Ideen

Quartiersmanagerin Annika Koch im Einsatz in ihrem Revier. Foto: Marcy

Dülmen. Das gelbe Dienstfahrrad ist etwas sperrig, aber Annika Koch hat bereits Übung darin, es die Stufen zu ihren Stadtteilbüro an der Josef-Heiming-Straße hoch- und runterzuwuchten. Ist die Quartiersmanagerin für den Stadtteil Haverland nicht in Dülmen, schließt sie das Rad in ihrem Büro ein, ansonsten ist sie mit ihm gerne und viel in ihrem Revier unterwegs.

Von Claudia Marcy

Eine Anlaufstelle ist für sie das Hochhaus Haverlandweg 142. Ein Bewohner winkt freundlich vom Fenster im dritten Stock herunter, als die 26-jährige Münsteranerin ankommt. In dem Gebäude besucht sie regelmäßig das Frauenfrühstück, das für Bewohnerinnen angeboten wird. Eingerichtet wurde es beim ersten Haverlandprojekt der Malteser Werke und hat sich dank ehrenamtlichen Engagements über die Jahre erhalten, erzählt Annika Koch. Sie ist in dem Haus Ansprechpartnerin für die Bewohner, hilft ihnen etwa beim Ausfüllen von Anträgen oder vereinbart für sie Termine. Sogar ein kleines Projekt hat sie schon mit den Frauen ausgearbeitet: eine Schwimmzeit, die im Franz-Hospital oder auf der Karthaus angeboten werden soll.
Ein Schwerpunkt von Annika Kochs Arbeit ist die Unterstützung von im Quartier lebenden Flüchtlingen. An zwei Vormittagen in der Woche ist sie deshalb in der Flüchtlingsunterkunft am Leuster Weg, wo sie ebenfalls ein kleines Büro hat. Inzwischen hat sich das Einsatzgebiet auf den Osthoff ausgeweitet. Denn dorthin sind viele Familien aus den Containern am Leuster Weg gezogen. Am Leuster Weg leben jetzt nur noch junge Männer, berichtet Annika Koch. Die jungen Erwachsenen lernen fleißig Deutsch. Einige haben Kontakt zum Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium aufgenommen. So berichtete ein junger Flüchtling jüngst im Französisch-Unterricht den Gymnasiasten von seinem langen Weg nach Europa - Begegnungen zwischen Einheimischen und Geflüchteten, die für beide Seiten ein Gewinn sind, findet Annika Koch.

Mehr zum Thema in der Dienstagsausgabe der DZ und im E-Paper.

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