Mi., 11.01.2017

Elektroräder im Aufwind Weiter, schneller, bequemer

Elektroräder im Aufwind : Weiter, schneller, bequemer

Ganz schön schnittig: Elektroräder sind keineswegs nur für Senioren gedacht, wie dieses Sportmodell beweist, das Frank Rathmann vom Zweirad Zentrum Dülmen zeigt. Foto: Marcy

Dülmen. Deutlich zugenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der Unfälle mit Elektrofahrrädern (E-Bikes). Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Im fahrradfreundlichen Münsterland sind die Zahlen zum Glück nicht so alarmierend. 2016 gab es 36 Verkehrsunfälle mit Pedelecs (Sonderform des E-Bikes) - nur einen Unfall mehr als 2015. Bei den Unfällen starb in beiden Jahren jeweils ein Mensch, die Zahl der Schwerverletzten ging von 24 im Jahr 2015 auf 22 im Jahr 2016 zurück. Diese Zahlen nannte die Pressestelle der Polizei im Kreis Coesfeld.

Von Claudia Marcy

Der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) widerspricht der landläufigen Meinung, dass E-Bikes ein größeres Unfallrisiko aufweisen als gewöhnliche Fahrräder. Der Anstieg der Unfallzahlen bei E-Bikes sei hauptsächlich auf den stetig wachsenden Bestand zurückzuführen, argumentiert der Verband: So waren zum Jahresende 2016 bereits über drei Millionen E-Bikes auf deutschen Straßen unterwegs.

Das Interesse an E-Bikes wächst, bestätigt auch Frank Rathmann vom Zweirad Zentrum Dülmen . Inzwischen sei gut jedes zweite Fahrrad, das das Fachgeschäft an der Coesfelder Straße verlässt, ein Elektrorad . Dabei wird die Kundschaft zunehmend jünger, sagt Rathmann. Waren es anfangs vor allem ältere Menschen mit einer körperlichen Einschränkung, die aufs Pedelec umstiegen, so nutzen heute auch gerne jüngere Menschen die Vorzüge des motorunterstützten Radfahrens. Berufspendler etwa, die mit dem Rad zur Arbeit fahren und sich dabei nicht allzu sehr anstrengen möchten. Die Fahrradhersteller haben sich auf den Wandel eingestellt und bieten neben Rädern mit niedrigem Einstieg für ältere Radler Modelle an, die auch jüngere Kunden ansprechen. Rathmann zeigt ein Sportrad in schnittigem, schwarz-weißen Design oder ein Damenrad in leuchtendem Türkis.

Regelrechte Trainingskurse für Radler, die aufs E-Bike umsteigen, bietet das Fachgeschäft nicht an. Aber die Verkaufsgespräche seien viel umfangreicher als bei herkömmlichen Rädern, unterstreicht Rathmann. „Wir erläutern ausführlich die Technik, und die Kunden können die Räder vor Ort ausprobieren.“

Mehr zum Thema in der Printausgabe und im E-Paper der DZ am Donnerstag.

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