Do., 14.07.2016

US-Armee will laut Verteidigungsministerium Lager einrichten Tower Barracks: Waffendepot statt Militärbasis

US-Armee will laut Verteidigungsministerium Lager einrichten : Tower Barracks: Waffendepot statt Militärbasis

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete versucht, Informationen über die Pläne der US-Armee für Dülmen herauszufinden. Foto: Archiv

Dülmen. Was wird aus den Tower Barracks, wenn die Briten die Kaserne im September verlassen? Ganz sicher ist das nicht zu sagen.

Von Markus Michalak

Auch eine Anfrage unserer Zeitung im Bundesverteidigungsministerium brachte keine vollständige Klarheit. Eine Sprecherin bestätigte allerdings, dass der Bund verpflichtet sei, den Streitkräften Liegenschaften für die Dauer ihres militärischen Bedarfs zur Verfügung zu stellen. Die US-Streitkräfte hätten dem Bundesministerium der Verteidigung einen Bedarf an der bisher von den britischen Streitkräften genutzten Liegenschaft „Tower Barracks“ in Dülmen mitgeteilt. „Diese Liegenschaft soll als Lager und Depot genutzt werden“, erklärt die Sprecherin zum angestrebten Verwendungszweck. Also keine Militärbasis für US-Boys?

Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling arbeitet mit Hochdruck daran, herauszufinden, was die US-Armee in Dülmen genau vorhat. „Die Spekulationen, Dülmen könne eine Rückzugsbasis der NATO-Truppen werden, die in Osteuropa stärkere Präsenz zeigen wollen, halte ich für völlig unhaltbar“, stellt Schiewerling klar. Dafür sei das Gelände schon aufgrund seiner geografischen Lage ungeeignet, außerdem auch nicht groß genug. „Und natürlich ist es auch kompletter Unfug, anzunehmen, dass die US-Streitkräfte in Dülmen Atomwaffen stationieren wollten. Dafür gibt es keine Notwendigkeit, und darauf gibt es auch gar keine Hinweise“, wehrt er entsprechende Gerüchte ab. Auch er habe gehört, dass ein Depot in Dülmen aufgebaut werden soll. Demnach würden die Amerikaner also vermutlich nicht mit großer Truppenstärke in Dülmen einmarschieren. Schiewerling hat Kontakt mit den britischen und den amerikanischen Streitkräften aufgenommen, um in Kürze Klarheit zu bekommen.

Das rät das Bundesverteidigungsministerium auch der Dülmener Zeitung: „Zu Details der geplanten Nutzung wenden Sie sich bitte an die US-Streitkräfte.“ Das ist schon vor Wochen geschehen. Reaktion: keine.

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