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Fr., 08.07.2016

Spekulationen über US-Barracks Medien: Ost-West Konflikt reicht bis Dülmen

Spekulationen über US-Barracks : Medien: Ost-West Konflikt reicht bis Dülmen

Die Briten gehen, die US-Streitkräfte kommen. Was sie in Dülmen wollen, ist unbekannt. Foto: Archiv

Dülmen. Weder Landrat Christian Schulze Pellengahr noch Bürgermeisterin Lisa Stremlau können sagen, was die US-Army auf den Tower Barracks der Briten vorhat. „Ich habe aber gehört, dass hier ein Depot für Panzer und Waffen geplant ist. Munition soll dort wohl nicht gelagert werden“, erklärte Bürgermeisterin Lisa Stremlau vor den Stadtverordneten noch eher vage.

Von Markus Michalak

Zugleich verlieh sie ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, dass die amerikanischen Streitkräfte nun ein größeres Areal im Herzen Nordrhein-Westfalens beanspruchen, wo sie sich bisher überwiegend in Süddeutschland aufgehalten hätten.

Die Tageszeitung „Die Welt“ verortet den Grund für das Interesse der US-Truppen an dem knapp 50 Hektar großen Gelände inzwischen in der Zuspitzung des militärischen Konfliktes zwischen der Nato und Russland: „Stremlau und die 47.000 Einwohner Dülmens sind Zeugen einer Zeitenwende, sie bekommen die Folgen der Annexion der Krim durch Russland und die von Moskau betriebene Aggression in der Ostukraine zu spüren. Die Nato nimmt Russland wieder als Bedrohung wahr, die Militärs brauchen wieder mehr Stützpunkte, vor allem in den osteuropäischen Bündnisstaaten, aber eben auch im strategischen Hinterland. Zum Beispiel in Dülmen“, schreibt das Blatt, ohne diese Spekulation allerdings mit Belegen unterfüttern zu können.

Tatsächlich sind die ehemaligen Soldatenunterkünfte auf den Tower Barracks so gut erhalten, dass auch die Bezirksregierung hier eine größere Flüchtlingsunterkunft ansiedeln wollte. Auch die Anbindung des Kasernengeländes über Schiene und Straße ist nahezu ideal. Ob die Streitkräfte also tatsächlich lediglich die alten Lagerhallen nutzen wollen, oder doch mit einiger Truppenstärke kommen werden, bleibt abzuwarten. Sowohl die Anfragen der Dülmener Zeitung im Verteidigungsministerium als auch bei den US-Truppen bleiben bislang unbeantwortet. Dülmen wartet weiter auf eine Erklärung aus Washington.

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