Do., 24.03.2016

Appell an Ausländerbehörde Integrationshelfer droht Abschiebung

Appell an Ausländerbehörde : Integrationshelfer droht Abschiebung

Die Ausländerbehörde in Coesfeld hat einem syrischen Integrationshelfer nur den Status der Duldung zuerkannt. Hiergegen regt sich Widerstand. Foto: dpa

Dülmen. Hamid Alhaw ist ein Flüchtling aus Syrien, dessen Dienste die Stadt Dülmen gern in Anspruch nimmt. Denn er spricht sehr gut deutsch und kann für seine Landsleute dolmetschen.

Von Markus Michalak

„Auf Grund seiner deutschen Sprachkompetenz fungiert Herr Alhaw als Sprachmittler in den vielfältigsten Zusammenhängen. Sei es bei der privaten Hilfe zur Unterscheidung adressierter Reklame von wichtigen Rechnungen, der Suche nach geeignetem Mietwohnraum, der Übersetzung von Medikationen bei einem Arztbesuch oder auch entsprechende alltäglich helfende Tätigkeiten für die örtlichen Sozialbehörden“, heißt es in einem Appell an die Coesfelder Ausländerbehörde, den unter anderen die Fraktionen der Grünen und der Linken, der Flüchtlingsrat und Pfarrerin Susanne Falcke von der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative Dülmen unterzeichnet haben.

Alhaw werde laut aktuellem Bescheid nur der Status einer Duldung zuerkannt. Somit müsse er jederzeit mit Abschiebung nach Polen rechnen. Er arbeite übrigens für nur gut einen Euro Stundenhonorar als Dolmetscher für die Stadt. „Unseres Erachtens ist Herr Alhaw integraler Bestandteil der öffentlichen Integrationsbemühungen und daher auch für uns ehrenamtlich Tätige unersetzlich“, heißt es in dem Brief weiter.    

„Nutzen Sie Ihren Ermessensspielraum und erteilen Sie Herrn Alhaw einen angstfreien Aufenthaltsstatus, der für diese Aufgabe nötig ist“, appellieren die Unterzeichner.

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