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Do., 10.03.2016

Alle gegen Remex Dämpfer für die Deponie

Alle gegen Remex  : Dämpfer für die Deponie

Das Unternehmen Remex, das in Rödder bereits die früheren Tongruben verfüllt, plant dort seit Jahren eine Deponie. Dieses Vorhaben stünde vor dem Aus, wenn der Landschaftsplan Buldern gültig wird. Foto: Rebecca Küsters

Dülmen. Die Stimmung unter den Zuschauern aus Rödder nach der Sitzung des Kreis-Umweltausschusses am Mittwochabend war gut. Sogar so gut, berichtet Rainer Leiermann, dass er seine Mitstreiter etwas dämpfen musste. Mit dem Hinweis, dass die endgültige Entscheidung erst am kommenden Mittwoch, 16. März, im Kreistag fällt (17 Uhr, Kreishaus Coesfeld). „Wenn denn da der Landschaftsplan Buldern abgesegnet wird, dürfen wir schon einmal ‚Hurra‘ rufen“, sagt der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Naturschutz Rödder.

Von Kristina Kerstan

Denn der aktuelle Entwurf des Landschaftsplanes würde allen Planungen der Firma Remex, in Rödder eine Deponie der Klasse I zu errichten, einen Riegel vorschieben (DZ berichtete). So sieht dieser vor, dass der betroffene Bereich als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wird - samt uneingeschränktem Bauverbot. Damit hätten sich die Remex-Pläne erledigt.

„Das ist ein Schritt in die Richtung, die wir seit sechs Jahren verfolgen“, begrüßt Leiermann das Votum im Umweltausschuss. Er erinnert daran, dass es 1996 die Remex selbst gewesen war, die vorgeschlagen hatte, nach dem Verfüllen der Tongrube dort ein Biotop entstehen zu lassen. Das sei damals planfestgestellt worden. Der Landschaftsplan Buldern fordere nun nichts anderes als die Umsetzung, so Leiermann. Von einer plötzlichen Überplanung des Geländes (wie es die Remex-Anwälte kritisieren) könne daher aus seiner Sicht nicht die Rede sein.

Am Mittwochabend votierte der Kreis-Umweltausschuss einstimmig für den Landschaftsplan-Entwurf. Stimmt in der kommenden Woche auch der Kreistag zu (davon ist auszugehen), geht der Plan an die Bezirksregierung. Die hat dann drei Monate Zeit, um festzustellen, ob der Entwurf Mängel hat - was aus Sicht der Remex-Anwälte ganz klar der Fall ist (siehe zweiter Bericht). Erst wenn die Bezirksregierung ihr Okay gibt, ist der Landschaftsplan gültig. In dem Fall, kündigt Remex-Geschäftsführerin Dr. Ulrike Kalthof gegenüber der DZ an, werde ihr Unternehmen juristisch dagegen vorgeh- en

Die Reaktion der Remex, einen ausführlichen Bericht sowie einen Kommentar bringt die DZ am Freitag in Printausgabe und E-Paper.

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