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Do., 10.03.2016

Polizei und Zoll kontrollieren Razzia auf dem Rastplatz Rödder

Polizei und Zoll kontrollieren : Razzia auf dem Rastplatz Rödder

Dieser Lkw wird aufgrund technischer Mängel die Reise so bald nicht fortsetzen. Foto: Rebecca Küsters

Dülmen. Wer immer am Donnerstag an den Rastplätzen Rödder und Karthaus auf der Autobahn 43 vorbeigefahren ist, musste damit rechnen, in eine Polizeikontrolle zu geraten. Denn rund 90 Beamte von Zoll, Eichamt, Bezirksregierung und Polizei hatten sich auf beiden Seiten der Autobahn zur Großkontrolle verabredet. „Wir überprüfen Lenkzeiten, den technischen Zustand der Fahrzeuge, aber bei Verdacht auch Verstöße gegen das Arbeitsrecht oder auch die illegale Einfuhr von Betäubungsmitteln“, zählte der leitende Polizeidirektor, Udo Weiß, die Bandbreite der möglichen Verfehlungen auf. „Dabei ziehen wir ganz gezielt einzelne Fahrzeuge aus dem Verkehr, die uns verdächtig erscheinen“, erläutert Weiß im DZ-Gespräch.

Von Markus Michalak

Insbesondere große Sattelschlepper winken die Kollegen einen nach dem anderen auf den gesperrten Rasthof. „Der Wettbewerbsdruck führt in den Speditionen sehr häufig zu Verstößen wie Überladungen, um zum Beispiel die ein oder andere Tour sparen zu können“, berichtet Weiß. Die Polizei sei dabei durchaus nicht nur hinter den Fahrern her. Ganz im Gegenteil: Über ein Sorgentelefon können Lkw-Fahrer, die von ihrem Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden, sich melden. „Wir hatten auch schon einen Fahrer, der uns gebeten hat, ihn zu kontrollieren, weil er mit dem heruntergekommenen Lkw keine Fernstrecke mehr fahren wollte“, erinnert sich Weiß.

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