Di., 08.03.2016

Architekten wünschen sich unbürokratischere Genehmigungen Beim Bauen besser werden

Architekten wünschen sich unbürokratischere Genehmigungen : Beim Bauen besser werden

Wollen noch besser mit der Stadt zusammenarbeiten: Die Architekten (v.l.) Dirk Austermann, Norbert Winkler und Jochem Weber. Foto: Michalak

Dülmen. Das ganz große Thema in Politik und Verwaltung ist die städtebauliche Attraktivierung der Ortsteile und der Innenstadt. Junge Familien und Gewerbetreibende sollen vom Start weg das Gefühl bekommen: „Hier bin ich genau richtig.“

Von Markus Michalak

Fragt man bei Dülmens Architekten nach der baulichen Zukunft der Stadt, legt sich jedoch so manche Sorgenfalte auf deren Stirn. Schon jetzt zögen sich Baugenehmigungen oft monatelang hin, viel länger als in vergleichbaren Nachbarstädten.
Und angesichts gigantischer Bauvorhaben mit IGZ, Sekundarschule, Concepta-Stadtquartier oder einer neuen Feuerwache fragen sich die Architekten, wie da in Zukunft überhaupt noch etwas fertiggestellt werden soll.
„Wenn es bei der Concepta im Genehmigungsverfahren so lange dauern würde wie üblich, dann können wir noch locker einen Weihnachtsmarkt auf dem Overbergplatz veranstalten“, spitzt Architekt Dirk Austermann das Problem langwieriger bürokratischer Prozesse zu.
„Es ist uns doch völlig klar, dass ein Bauantrag geprüft werden muss, und dass er erst genehmigt werden kann, wenn alles in Ordnung ist“, hat Norbert Winkler, wie seine Kollegen, Verständnis dafür, dass die Verwaltung rechtssicher prüfen muss.
Aber in Dülmen werde leider aus einer Kann-Vorschrift allzu häufig eine Muss-Vorschrift gemacht. So empfinden es zumindest die Architekten: Da würden genaueste Lagepläne selbst für einfachste bauliche Erweiterungen nachgefragt, müsse jeder einzelne Stellplatz markiert werden, auch wenn aus dem vorgelegten Plan mehr als deutlich werde, was gemeint sei, und da brauche die Genehmigung für einen Unterstellplatz schon mal eineinhalb Jahre. „Ich hatte schon Gespräche im Bauamt, wo von acht Nachforderungen schließlich noch eine einzige übrig blieb, weil alle anderen den vorliegenden Unterlagen zu entnehmen waren“, ergänzt Jochem Weber. Zuviel Bürokratie, zu wenig Entscheidungsfreude, lautet die Kritik im Kern.

Mehr zum Thema in der Mittwochsausgabe der Dülmener Zeitung und im E-Paper.

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