Do., 03.03.2016

Kinderuni am Freitag Bienenfleißig allein reicht nicht mehr

Kinderuni am Freitag : Bienenfleißig allein reicht nicht mehr

Prof. Dr. Bernhard Surholt Foto: privat

Dülmen. Es ist ein Thema, das nicht nur Naturwissenschaftler wie Prof. Dr. Bernhard Surholt beschäftigt, sondern auch Journalisten. Denn wenn immer mehr Bienen und andere Bestäuber-Tiere vom Aussterben bedroht sind, könnte das schlimme Konsequenzen für die Nahrungsmittelsicherheit haben. Das und anderes Wissenswerte rund um Bienen und Hummeln erfahren die Studenten der Dülmener Kinder-Uni am Freitag um 15.30 Uhr im Forum Bendix. Im Gespräch mit DZ-Redakteurin Claudia Marcy erzählte Professor Surholt von seinen Vorbereitungen auf die Vorlesung.

Herr Professor Dr. Surholt: Kann man sagen, dass Sie in den vergangenen Wochen und Monaten bienenfleißig waren, um sich auf die Dülmener Kinder-Uni vorzubereiten?

Surholt: Der Fleiß der Bienen ist tatsächlich sprichwörtlich. Wobei die meisten Menschen nur an die Honigbienen denken. Die machen alle das gleiche - nämlich Nektar sammeln und ihre Brut aufzuziehen. Tatsächlich gibt es viel mehr über Bienen und Hummeln zu erzählen. Es gibt rund 600 Wildbienenarten und 36 verschiedene Hummelarten. Gerade in den letzten Jahren ist viel zu diesem Themengebiet geforscht worden. Sich einen Überblick über dieses komplexe Themengebiet zu verschaffen und das zu strukturieren, hat also tatsächlich Fleiß erfordert.

„Sind Bienen nur Postboten? Über die Bedeutung der Bienen im Naturhaushalt“, heißt Ihr Vortrag. Das klingt, als würden die Dülmener Studenten Erstaunliches über die Bienen erfahren.

Surholt: Die Natur gibt immer wieder Anlass zum Staunen. Das zeigen ja auch die unterschiedlichen Vorlesungen der Dülmener Kinder-Uni. Aber wer sich mit dem Thema Bienen beschäftigt, wird nicht nur staunen, sondern auch sehr nachdenklich werden. Denn tatsächlich sorgen wir mit unserer modernen Lebensweise dafür, dass Hummeln und anderen Bienen zunehmend die Lebensgrundlage entzogen wird. Mit gravierenden Folgen für unsere Ernährung. Auch darüber werde ich in der Vorlesung sprechen.

Was bringen Sie in die Dülmener Kinder-Uni mit, worauf dürfen sich die jungen Zuhörer freuen?

Surholt: Oh, ich werde einiges an Anschauungsmaterial mitbringen. Aber tatsächlich ist das Thema der Bienen so spannend, dass es gar nicht so viel Materialien braucht, um die jungen Studenten zu begeistern.

Zum Schluss eine besondere Frage: Essen Sie jetzt, nachdem Sie sich so eingehend mit den Bienen beschäftigt haben, Ihr Frühstücksbrötchen mit Honig mit mehr Hochachtung?

Surholt: Das Honigbrötchen, aber auch Äpfel, Tomaten und anderes Obst und Gemüse. Denn ohne die unermüdliche Bestäubungsarbeit der Hummeln und zunehmend auch der Bienen sähe unser Speisezettel ganz anders aus.

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