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Mi., 24.02.2016

Begegnung mit der Emmerick Auf der Suche nach Gott

Begegnung mit der Emmerick : Auf der Suche nach Gott

Petra Fietzek bot den Zuhörern im Pfarrheim Heilig Kreuz Einblicke in das Leben und die Person der Emmerick. Foto: Michalak

Dülmen. „Anna-Katharina Emmerick brauche ich Ihnen wohl nicht mehr vorzustellen.“ So begann Petra Fietzek am Dienstagabend ihre Lesung im Pfarrheim Heilig Kreuz unter dem Titel „Im Geheimnis wohnen - Annäherung an Anna Katharina Emmerick“.

Von Milena Michalak

Auch wenn die Schriftstellerin auf eine Vorstellung verzichtete, bot sie ihren zahlreichen Zuhörern ganz subjektive und individuelle Einblicke in das Leben und die Person der 2004 selig gesprochenen Emmerick.

In ihrer Lyrik und Prosa offenbarte Fietzek eine Frau, die, wie die Schriftstellerin selbst, Gott sucht und immer wieder findet. Sie verglich diesen Zustand mit dem Leben einer Tagelöhnerin, die sich Tag für Tag neu und unsicher aufmacht, um ohne Plan das tägliche Brot zu verdienen.

„Ich nutze ganz bewusst die poetische Sprache für meine Ausführungen. Sie ist so weit und voller Bilder, und auch wenn man Gott nicht in Worte fassen kann, bietet sie Raum, die Erfahrungen mit ihm festzuhalten und vielleicht auch zu teilen“, erklärte die Autorin ihren Ansatz.

Neben dem Sein mit Gott konzentrierte sie sich aber auch besonders auf das Interesse für sich selbst. In dem Text „Heimweh nach mir“ erzählt sie die Geschichte einer Frau, die in all der Sorge um andere vergisst, sich selbst wahrzunehmen, zu finden und zu lieben. Diese Selbstbegegnung setzt Fietzek als Grundlage für eine gesunde Beziehung zu Gott.

Genauso wie sie sich in ihren Ausführungen oft direkt an diesen Gott wendet, sprach sie am Dienstagabend auch direkt zu ihrem Publikum. So nutzte die Dichterin ruhige Klaviermusik, um ihren Gästen die Möglichkeit zur Verarbeitung des Gesagten zu geben. Mit geschlossenen Augen nahmen diese das Angebot gerne an. „Ich versuche, den Glauben in meinen Texten im Hier und Jetzt, in der Banalität des Alltags wiederzufinden“, erläuterte Fietzek.

„Sie haben uns in Ihre Seele, in die der Anna-Katharina Emmerick und so letztendlich auch in unsere blicken lassen“, bedankte sich Pfarrer Peter Nienhaus bei der Autorin. „Ich glaube, dass diese Art der Annäherung gleichberechtigt mit dem wissenschaftlichen Weg ist.“

„Emmerick hatte eine Berufung und ihren Weg, ich habe meinen und Sie haben Ihren. Ich bin sicher im Tiefsten berühren sich alle.“ Mit diesen Worten, die Fietzek an ihr Publikum richtete, entließ sie es in einen angeregten Gedankenaustausch.

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