Mi., 10.02.2016

Bürgermeisterin und Archäologe möchten Glockengießergrube erhalten Sensationsfund will erklärt sein

Bürgermeisterin und Archäologe möchten Glockengießergrube erhalten : Sensationsfund will erklärt sein

Das Arbeitsfeld der Archäologen im früheren Pfarrgarten hinter dem Rathaus birgt Schätze aus Dülmens Vergangenheit. Foto: Marcy

Dülmen. Statt auf dem regendurchweichten Grabungsgelände des ehemaligen Pfarrgartens hinterm Rathaus wie ursprünglich geplant informierte am Dienstagabend der Archäologe Dr. Gerard Jentgens im trockenen Sitzungssaal die Mitglieder des Kulturausschusses über die Entdeckung der Glockengießergrube aus dem 8. Jahrhundert bei den Grabungsarbeiten hinterm Rathaus (DZ berichtete). Dabei hatten sich die Politiker nicht empfindlich gezeigt, sondern mit wetterfester Kleidung und derbem Schuhwerk vorgesorgt, um den „Sensationsfund“ in Augenschein zu nehmen.

Von Claudia Marcy

Allerdings warteten sie vergeblich auf den Grabungsleiter, der sich mit der Uhrzeit vertan hatte, sich dafür vielmals entschuldigte und deshalb im Ratssaal über die Glockengießergrube informierte, die die Archäologen freigelegt haben (DZ berichtete).

Die Grube beweise, dass Dülmen bereits in Karolingerzeit eine Kirche hatte und „in der frühen Missionsgeschichte eine ganz wichtige Rolle spielte“, ordnete Jentgens den Fund ein. Bürgermeisterin Lisa Stremlau kam auf die in der DZ veröffentlichten Leserbriefe zu sprechen. Wäre denn eine Glasplatte über dem Fund eine gute Lösung, um ihn für die Nachwelt zu sichern, wollte sie von dem Experten wissen. „Auf jeden Fall“, sagte Jentgens, gab aber zu bedenken, dass Laien in dem Fund nicht viel erkennen können und ein solches Fenster von oben auf die Grube „nicht selbsterklärend“ sei. „Uns als Archäologen erzählt der Befund ganz viel, aber einem Laien erklärt er sich nicht ohne Weiteres.“

Welche Lösung Jentgens bevorzugt, lesen Sie in der DZ-Printausgabe von Donnerstag und im E-Paper.

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