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Fr., 22.01.2016

Pfarrkonvent zum Thema Flüchtlinge Aus Massen werden Menschen

Pfarrkonvent zum Thema Flüchtlinge : Aus Massen werden Menschen

In Kleingruppen suchten die Teilnehmer der Versammlung nach Ideen, wie die Gemeinde Heilig Kreuz Flüchtlingen helfen kann. Foto: Michalak

Dülmen. Wie kann man als Christ seiner Verpflichtung im Bereich Flüchtlingshilfe nachkommen? Diese Frage stellte sich die Gemeinde Heilig Kreuz am Donnerstagabend während eines Pfarrkonvents. Der Pfarreirat hatte Gemeindemitglieder und aller Vertreter der kirchlich orientierten Gruppen und Verbände eingeladen.

Von Milena Michalak

Mit der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies oder Josefs Flucht vor seinen Brüdern zählte Pfarreirats-Vorsitzende Brigitte Scholtyssek zunächst Beispiele aus der Bibel auf, die die Flucht thematisieren. „Die Frage nach Gerechtigkeit gründet sich in der Erkenntnis, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist. Hilfsbereitschaft und die Nächstenliebe, um die es Jesus geht, muss also weit über Familie und Nachbarschaft hinaus gehen“, verknüpfte Scholtyssek die christlichen Grundsätze mit der Flüchtlingssituation. „Wir sind für jeden, der unsere Hilfe braucht, verantwortlich. Das ist ein hohes Ziel, das nur gemeinsam zu erreichen ist“, erklärt sie.

Diakon Christoph Hendrix, der auch Ansprechpartner der Ökumenischen Flüchtlingsinitiative Dülmen ist, erläuterte die aktuelle Lage in Dülmen. Um jedoch einen tieferen Einblick in die Arbeit mit Flüchtlingen zu bekommen, lag der Fokus dann auf den Berichten von Georg Winkler, Karl Eisenbarth und Anja Schmidt.

Georg Winkler hat sowohl einen Sprachkurs für rund 15 Flüchtlinge als auch zwei Patenschaften übernommen. „In Deutschland ist eigentlich immer alles sehr geregelt. Das ist in Sachen Flüchtlinge anders. Aufgrund der Dringlichkeit besteht zwar für unsere Verhältnisse ein ziemliches Chaos, das bietet aber Chancen“, erläutert er. Man habe viele Freiräume, und jeder könne nach seinen Möglichkeiten das tun, was er könne und worauf er Lust habe. „Sobald man mit ihnen in Kontakt kommt, werden aus den großen grauen Flüchtlingsmassen plötzlich Menschen“, so Winkler.

Nach den Berichten setzten sich die Anwesenden in Kleingruppen zusammen und erarbeiteten dort Ideen zur Flüchtlingshilfe, etwa die intensivere Vernetzung mit Gemeindeaktivitäten und die Öffnung von Jugendgruppen wie den Pfadfindern.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Samstag und im E-Paper.

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