Di., 02.04.2013

Spielplatz Abenteuer auf dem Hügel

Spielplatz : Abenteuer auf dem Hügel

Spielen, fast so wie im Wald: Elfriede Medding, Leiterin des Familienzentrums Heilig Kreuz, bespricht mit den Fachleuten der Natur- und Abenteuerschule aus Bergisch Gladbach die konkreten Planungen für den naturnahen Spielplatz auf dem Hügel. Foto: Marcy

Dülmen. David kennt sich aus: „Das ist der Wasserlauf, das ist das Krokodil und das hier die kleine Eisdiele“, holt er nacheinander die großformatigen Fotos von der Fensterbank und erläutert, welche Spielgeräte darauf zu sehen sind. Für das Gipfelhaus braucht er kein Foto mehr, da reicht der Blick aus dem Fenster. David zeigt in den Garten hinaus: „Da steht das Gipfelhäuschen“.

Von Claudia Marcy

Die Bauarbeiten auf dem Spielplatzgelände des Familienzentrums Heilig Kreuz gehen voran. Vor Ostern haben sie begonnen, Mitte nächster Woche werden sie abgeschlossen sein, erläutert Elfriede Medding, Leiterin der Einrichtung.

Gut ein Jahr hat die Kindertageseinrichtung warten müssen, bis die Natur- und Abenteuerschule aus Bergisch Gladbach mit ihren Baugeräten anrückte - die Experten für naturnahe Spielplätze sind einfach sehr gefragt, berichtet Elfriede Medding. Nun aber stehen die Kinder jeden Tag am Zaun und verfolgen gespannt, wie die Tischler und Landschaftsgärtner ihren Hügel Stück für Stück in ein rustikales Spieleparadies verwandeln. Vor gut einem Jahr waren die alten Spielgeräte abgebaut worden, die ein Vierteljahrhundert lang ihren Dienst getan hatten und schließlich verbraucht waren. Doch mit der Anschaffung neuer Spielgeräte allein war es nicht getan, die Spielangebote im Freien sollten sich in das Bewegungs- und Gesundheitsangebot der Einrichtung einfügen und den Kindern - auch den Kleinen unter drei Jahren - Naturerfahrungen ermöglichen, skizziert Elfriede Medding die Grundzüge des neuen Konzepts für den naturnahen Spielplatz. Eltern und der Träger der Einrichtung, die Kirchengemeinde, ließen sich für die Idee begeistern.

Billig ist der neue Spielplatz nicht, aber er reizt zum Entdecken, Ausprobieren und Erobern. Hier kann man sich an der Kletterwand entlanghangeln, durch Kriechtunnel krabbeln, auf Baumstämmen balancieren, mit Wasser spielen, das den Hügel hinabrinnt - und das alles auf Geräten, die erkennbar aus dicken Baumstämmen gearbeitet sind. Ausnahme: die Rutsche. Sie ist aus Edelstahl. „Alles wurde speziell für uns angefertigt“, sagt Elfriede Medding, die in diesen Wochen viele Dülmener Unternehmen anspricht. Denn für die Bobby-Car-Rennstrecke werden Sponsoren gesucht: Rund um den Hügel wird eine gut 95 Meter lange Bahn angelegt, über die die Kinder mit den Bobby Cars düsen können. Eine echte Abenteuerfahrt, die durch Wald und Unterholz führt. Es gibt kleine Nischen, in denen man das Bobby Car parken kann, wenn die Lust übermächtig wird, auf den Hügel zurückzukehren, um zu spielen. Eltern und Träger, aber auch Unternehmen, haben bereits Patenschaften übernommen, aber etliche Meter Bobby-Car-Bahn suchen noch einen Sponsor, sagt Elfriede Medding.

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