Service für Kunden
Gegenseitige Empfehlungen

Dülmen. Dülmen ist Pilotprojekt. Dülmen ist Vorbild. Mit so viel Engagement und Elan wie in Dülmen haben sich nicht überall im Regierungsbezirk Handwerker und Dienstleister zu einem gemeinsamen Netzwerk zusammengeschlossen. Mit Broschüren, die die Dülmener jetzt erstellt haben, informieren sie über ihr neues Netzwerk und ihr Angebot in und für Dülmen.

Freitag, 28.09.2012, 18:11 Uhr

Ein Netzwerk aus Handwerkern und Dienstleistern knüpfen (v.l.) Michael Kroos, Andrea Segbers, Norbert Hölscher, Sylvia Sztor, Björn Töns, Peter Hahne, Hubert Schieve Christiane Becks.
Ein Netzwerk aus Handwerkern und Dienstleistern knüpfen (v.l.) Michael Kroos, Andrea Segbers, Norbert Hölscher, Sylvia Sztor, Björn Töns, Peter Hahne, Hubert Schieve Christiane Becks. Foto: Claudia Marcy

Der Gedanke von Servicewelten ist einfach. Handwerker und Dienstleister, die sich kennen und einander vertrauen, empfehlen sich gegenseitig weiter. Beispiel: Ein Fensterputzer stellt bei seinem Einsatz in einem Haushalt fest, dass das Fenster nicht mehr richtig schließt und beschädigt ist, spricht den Kunden darauf an und weist auf den Netzwerk-Partner hin, der das in Ordnung bringen kann. Der Netzwerk-Partner wiederum meldet sich bei dem Kunden, bietet an, sich den Schaden anzusehen.

Der Gewinn für den Kunden: Durch das Netzwerk kann ihm Arbeit abgenommen werden, er erspart sich die zeitraubende Suche nach Fachleuten oder Fachdiensten.
Hintergrund für den neuen Servicegedanken der Vernetzung von Dienstleistern und Handwerkern ist zum einen der demografische Wandel. Immer mehr ältere Menschen wohnen zuhause, sind auf Hilfsdienste angewiesen und dankbar, wenn ihnen der Weg gewiesen wird zu anderen Diensten. Aber auch Paare, beide berufstätig mit wenig Zeit, könnten von dem Netzwerk profitieren.

Das jetzt ins Leben gerufene Netzwerk Servicewelten in Dülmen und Umgebung ist erweiterbar, soll kein exklusiver Zirkel sein, sondern sich weiterentwickeln.

Zum Nulltarif ist der Zusammenschluss für die beteiligten Firmen aber nicht zu haben. Die Netzwerk-Arbeit fordert die Mitglieder: Es gibt regelmäßige Treffen, bei denen man die Partner und deren Angebote kennen lernt. Und man muss auch lernen, beim Einsatz zu erkennen, welche Dienste außer den eigenen der Kunde benötigen könnte und das angemessen zur Sprache bringen. Noch bis zum nächsten Jahr wird das Projekt von der Handwerkskammer Münster begleitet und mit Fachpersonal unterstützt. Danach muss das Netzwerk von den Mitgliedern alleine weitergeführt werden. Die Dülmener Teilnehmer sind sehr zuversichtlich, dass der Zusammenschluss vom Pilot- zum Erfolgsmodell wird.

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