Anzeige

Sa., 05.07.2014

Leserreise Nachlese: Durch das Weinland

Leserreise : Nachlese: Durch das Weinland

Faszinierende Landschaften und mittelalterliche Orte begeisterten die DZ-Leser auf der Leserreise ins Main- und Taubertal. Foto: Marc Bednara

Die 13. DZ-Leser-Radreise führte in diesem Jahr ins Main- und Taubertal. Die faszinierende Landschaft mit einladenden, mittelalterlichen Orten begeisterte die Reisegruppe.

Von Hellmuth Bednara

Die 13 gilt bei Abergläubischen als Unglückszahl. So sucht man in Flugzeugen vergeblich nach der Sitzplatzreihe 13, und auch in vielen Hotels kommt nach der Zimmer-Nummer 12 die 14.

Die 13. DZ-Leser-Radreise, dieses Jahr ins Main- und Taubertal, stand jedoch auch für abergläubische Mitreisende unter einem glücklichen Stern: eine faszinierende Landschaft mit einladenden, mittelalterlichen Orten, ein schönes, am Main und am Rande der Altstadt gelegenes Hotel, mit Wolfgang ein umsichtiger, hilfsbereiter Busfahrer, und mit Johannes Wohlfahrt ein äußerst beschlagener Radguide, der sich im Gelände ebenso sicher bewegte wie in Geschichte und Kunst. Dazu noch eine harmonische Gruppe, die auf der ganzen Tour nur eine abgesprungene Kette und zwei gottlob leichte Bodenberührungen verzeichnete. Und dann erst das Wetter: Regen erlebten die DZ-Leser erst bei ihrer Rückkehr in Dülmen, es sei denn, einige waren in Würzburg nachts spazieren gegangen.

Die Orte, die im Fränkischen Weinland durchradelt wurden, sind für Weinfreunde vermutlich so etwas wie eine Pilgerreise zum Boxbeutel, ein durch den Wein bekannter Name reihte sich an den anderen: Volkach, Nordheim, Sommerach (im Vorjahr zum schönsten Ort Deutschlands gewählt), Dettelbach, Mainstockheim, Sulzfeld, Marktbreit, Karlstadt oder Gemünden lagen an der Strecke.

Natürlich darf bei einer Reise in eine solche Region eine Weinprobe inklusive einer zünftigen Brotzeit nicht fehlen, die bei den Lesern ebenso großen Anklang fand wie die Darbietungen von Radguide Johannes Wohlfahrt, diesmal nicht mit dem Fahrrad, sondern mit der Gitarre.

Das über 1300 Jahre alte Würzburg ist ohnehin eine Reise wert und beherbergt eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Eine Auswahl: die Residenz, UNESCO-Weltkulturerbe, das Hauptwerk des süddeutschen Barock und eines der bedeutendsten Schlösser Europas, die Festung Marienberg, eines der eindrucksvollsten Baudenkmäler alter Zeit, das Käppele, gebaut nach Plänen von Balthasar Neumann, die alte Mainbrücke, vermutlich die erste Steinbrücke Deutschlands und heute „Stehlokal“ für Schoppen suchende Einheimische und Touristen, der Kilians-Dom, eine der größten romanischen Kirchen Deutschlands, oder Alter Kranen, ein Wahrzeichen am Main und Heimat eines der schönsten Biergärten.

Einer der Höhepunkte der Radreise war die Stadt Rothenburg ob der Tauber: Die fast 1000 Jahre alten Stadtmauern, die größtenteils im Zweiten Weltkrieg zerstört und aus Spendenmitteln wieder aufgebaut wurden, Kirchen, darunter die Franziskanerkirche mit dem Franziskusaltar von Tillmann Riemenschneider, der auch den Kreuzalter in der Peterkirche schuf - und als Gegenstück, was man eigentlich nicht braucht, das ganzjährige geöffnete „Weihnachtsdorf“, Wallfahrtsort für Amerikaner und Asiaten und alle, denen im Hochsommer nach „Ihr Kinderlein kommet“ zumute ist.

Waren die Etappen dem Main abwärts strampelnder Beweis für das Tourenmotto Genuss-Radeln, überraschte der Fünf-Sterne-Radweg Liebliches Taubertal (einer von nur wenigen Radwegen dieser Kategorie) mit einigen anspruchsvolleren Abschnitten, denn auch am Flussufer kann es mitunter weinbergig sein.

Google-Anzeigen

Folgen Sie uns auf Facebook

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2868790?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F2837066%2F1594998%2F